Morphotypen und ihre Fortpflanzung sowie die Grundzüge der Ontogenese (Furchung, Zellstammbaum) von Caenorhabditis
Caenorhabditis elegans: Fadenwurm (Nematoda)
hauptsächlich über Selbstbefruchtung der adulten Hermaphroditen (Zwitter)
es können sich auch Männchen entwickeln, die mit Hermaphroditen kopulieren können -> genetische Variation
Körperwand: vierschichtige Kutikula (von der Epidermis gebildet)
Epidermis: =Syncytium, d.h. vielkerniger, zellgrenzenloser Plasmabereich (durch Verschmelzung der Einzelzellen)
Epidermisleisten: Verdickungen der Epidermis, durchziehen den Körper der Länge nach, enthalten Nervenstränge (dorsale und ventrale Leiste), bzw. die Kanäle des Exkretionsorganes (laterale Leisten)
Längsmuskulatur: bildet mit Kutikula und Epidermis den Hautmuskelschlauch
von den Muskelzellen ziehen Ausläufer zu den dorsalen bzw. ventralen Nervensträngen
Hydroskelett: durch Druck der flüssigkeitsgefüllten Leibeshöhle (Pseudocoel) gebildet
Fortbewegung: abwechselnde Kontraktion der dorsalen und der ventralen Längsmuskulatur -> schlängelnde Bewegung
Darmtrakt: orale Seite mit muskulösem Pharynx -> muskelloser Mitteldarm -> kurzer muskulöser Enddarm
Darminhalt wird durch die bei der Fortbewegung entstehenden Druckänderungen transportiert und ausgeschieden
Geschlechtsorgane
Männchen
keine gesonderte Geschlechtsöffnung
unpaares Genitalrohr aus fadenförmigem Hoden, Samenleiter -> mündet in den Enddarm (Kloake)
zwei stachelförmige Spiculae zum Festhalten und Erweitern der weiblichen Geschlechtsöffnung
Weibchen
zwei Uterus-Schenkel, die sich vorne vereinigen und in einer Vagina münden
enden fadenförmig nach hinten -> mehrfach "aufgewundener" Schlauch, liegen die Ovarien
Lebenszyklen von mindestens zwei parasitischen Nematoden sowie deren pathogene Wirkung
Spulwurm (Ascaris lumbricoides)
Eier gelangen mit dem Kot in die Umwelt -> Entwicklung über ein Larvenstadium hin zur zweiten Larve
Larve wird vom Menschen oder Tier aufgenommen -> schlüpft im Dünndarm -> bohrt sich durch die Darmwand -> wandert über den Blutstrom zur Leber -> Häutung -> drittes Larvenstadium
gelangt über das Herz in den Lungenkreislauf -> in die Alveolen -> Häutung -> 4 Larvenstadium -> wandert über die Bronchien und Luftröhre zum Kehlkopf
abgehustet oder verschluckt (Dauert 30 bis 35 Tage)
Larve kehrt wieder zum Dünndarm zurück -> wächst zum adulten Spulwurm aus
Weibchen legen am Tag bis zu 200.000 Eier
Im Eierstock sind bis zu 27 Millionen Eier angelegt
Lebensdauer des Parasiten beträgt bis zu 1.5 Jahre
Möglichkeit einer somatischen Wanderung:
Die Larven des 2. Stadiums können hierbei aus dem Bereich der Bronchien in den Blutkreislauf übertreten oder direkt die Pleurahöhle besiedeln
können sämtliche Organe befallen -> werden eingekapselt und bleiben über mehrere Jahre infektiös
Infektion eines Fötuses im Uterus möglich
Pathogene Wirkung:
allergische Reaktionen
Lungendurchwanderung führt zur Ascaris-Pneumonie (Husten, Fieber, starker Verschleimung und asthmaähnlichen Anfällen)
Darmkoliken
adulten Würmer können die Bauchspeicheldrüsengänge, den Darm oder die Gallengänge blockieren
Trichinen (Trichinella)
Fadenwürmer (Nematoda)
Säugetiere, Vögel und Menschen dienen als Zwischen- und Endwirt
Übertragung durch rohes oder ungenügend gegartes Fleisch
Mensch wahrscheinlich Fehlwirt
Trichinen können den Menschen nicht mehr verlassen -> keine weitere Fortpflanzung möglich
jeder Wirt als Zwischenwirt -> Larven reifen erst im Darm zu Würmern