Zelltypen bei Schwämmen und Nesseltieren

SCHWÄMME NESSELTIERE

Pinacocyten (Deckzellen)
Porocyten (Porenzellen)
Sklerocyten (+ Collencyten) bilden Silicat/Kalknadeln =SPICULAE
Myocyten (zur Kontraktion)
Trophocyten (Ernährung) = Choanocyten (Geißeln zum Strudeln)
Archaeocyten (Vorstufe)

Nervenzellen
Sinneszellen
Epithelmuskelzellen
Nematocyste
Drüsenzellen

Schwammtypen

  1. Ascon:
    einfachster Typ
    zentrale Geißelkammer, mit einfachen Poren
    durchbrochener Schlauch (~Ostien)
  2. Sycon:
    einfache Ausbuchtungen des Zentralraums =RADIALTUBEN
    Geißeln nur in den Radialtuben
  3. Leucon:
    verzweigtes Kanasystem
    Mesenchym in mehreren Schichten (=PARENCHYM)
    mehrere Oscula (Ausströmöffnung)

geschl. Fortpflanzung von Schwämmen

Gameten können aus ARCHAEOCYTEN, AMOEBOCYTEN, CHOANOCYTEN entstehen
Mikrogameten ins Wasser abgegeben -> schwimmen zu anderem Schwamm
Befruchtung führt zu planktischen Larve, bewegt sich mit Cilien
Larvenentwicklung: Umstülpung der Blastula (Homologie schwierig von Pina/Coanoderm mit Ekto/Entoderm der übrigen Metazoen!)

  • sexuelle Fortpflanzung: Gameten gehen aus Archaeocyten und Amoebocyten (und Choanocyten) hervor
  • während der Larvenentwicklung kommt es zur Umstülpung der Blastula, die es erschwert Pinacoderm und Choanoderm der adulten Schwämme mit Ektoderm und Entoderm der übrigen Metazoen zu homologisieren
  • Entwicklung verläuft meistens über typische Blastula / Gastrula
  • Gastrula heftet sich an Unterlage mit Urmund fest, der damit verschlossen wird; als funktioneller Mundersatz entstehen an Oberfläche Poren und Einstromkanäle; Ausstromöffnung ist Neubildung (funktionell entspricht sie After der Bilateria)
  • Spermien dringen bei Sycon-Typ in Choanocyten ein, die dann aus dem Epithelverband auswandern und das eingekapselte Spermium zum Ei transportieren-> freilebende Larve bewegt sich mit Wimper fort; setzt sich fest, stülpt Wimpernepithel in Körperhohlraum ein; aus den Cilienzellen entstehen Choanocyten, die großen unbewimperten Zellen liefern Ectoderm und Mesogloea

Gemmulae

= Dauerstadium bei Schwämmen
-> Verbreitungsform asexueller Fortpflanzung
Ansammlung totipotenter Archaeocyten im Nadelskelett geschützt
Vor allem bei Süßwasserschwämmen

Metagenese bei Cnidaria (Nesseltiere)

SCYPHOZOA
Polyp <-> seitl./laterale Knospung -> Strobilation (terminale Abschnürung)
-> Ephyra -> reife Meduse mit Gonaden -> Befruchtung - Planula Larve
- Actinula Larve
-> Festsetzen

Rhopalien

Sinnesorgane aus - Statocyste
- Flach~ und Becheraugen
- chemorezeptorischer Sinnesgrube
sitzen zwischen den Randlappen bei Medusen

Staatsquallen

(Siphonophorae) sind eine Unterklasse stockbildender und freischwimmender Nesseltiere, die aus Hunderten bis Tausenden von Polypen bestehen.
hohe Differenzierung: - Freßpolypen (Gastro-/Autozooide)
- Tastpolypen
- Wehrpolypen (Dactylozooide)
- Geschlechtspolypen (Gonozooide)
- Deckpolypen (Phyllozooide)
- Schwimmboje (Pneumatophor) und Schwimmglocken (Nectophoren)

Quellen:


  1. Spektrum Verlag; Biologie; Campbell, Reece, Markl; 6 Auflage; 2003
  2. Spektrum Verlag; Grundstudium Biologie – Zoologie; Munk; 2002
  3. Thieme; Zoologie; Wehner, Gehring; 23 Auflage; 1995
  4. Spektrum Verlag; Kükenthal Zoolog. Prraktikum; Storch, Welsch, Kükenthal; 25 Auflage, 2005